Westliche Nordstadt („Zukunft Nord“) – Position des Bürgervereins

Positionen:

•    Der gesamte bisher nicht überplante Gebietsstreifen zwischen dem NSG „Alter Flugplatz Karlsruhe“ im Westen, der Erzbergerstraße im Osten, der New-York-Straße im Norden und der Lilienthalstraße im Süden muss als ein städtebauliches Entwicklungsgebiet betrachtet werden.
•    Die westliche Nordstadt hat im bestehenden C-Areal bedeutende Kultur-, Bildungs- und Versorgungsfunktionen über den Stadtteil hinaus, die bei der zukünftigen Entwicklung zu beachten, zu erhalten und zu fördern sind. Zum Beispiel den Jugendtreff NCO-Club mit dem Skatingplatz, Bildungsangebote, wie die Freie Aktive Schule mit Kindergarten und Krippe, Arztpraxen, Fitness- und Therapieeinrichtungen, einen Supermarkt zur Nahversorgung, eine  Tanzschule, Freizeitanlagen und Sportstätten, wie den Cougars Ballpark usw.
•    Für die derzeitigen Pächter, Mieter und Untermieter im C-Areal sind ein Beratungsangebot und tragbare Übergangsregelungen zu entwickeln. Pacht- und Mieterhöhungen in Existenz gefährdender Höhe sind während der Planungsphase zu verhindern.
•    Der Nordstadt fehlt bisher ein Stadtteilzentrum mit einem Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger, mit öffentlichen und privaten Dienstleistern sowie mit kommerziellen und nichtkommerziellen Versorgungs- und Freizeiteinrichtungen. Diese neue Mitte ist zu schaffen.
•    Die massigen Gebäude der Dualen Hochschule B.-W. dürfen nicht zum Maßstab der Randbebauung an der Erzbergerstraße werden. Es ist eine offene Bebauung mit kleinteiliger Parzellierung derart zu entwickeln, dass zwischen dem NSG „Alter Flugplatz Karlsruhe“ und dem südlichen Wildpark die Durchlässigkeit für Bewohnerinnen und Bewohner, Tier- und Pflanzenwelt gewahrt bleibt und die Durchlüftung zum Hardtwald nicht blockiert wird.
•    Für die Wohnbebauung wird eine ausgewogene gemischte Sozialstruktur gefordert.
•    Für die Jugend muss ausreichend Bewegungsraum geschaffen werden, damit sie nicht gezwungen ist, auf das Naturschutzgebiet auszuweichen.
•    Für die denkmalgeschützten Flughafengebäude sollte eine angemessene, stadtteilkompatible Nutzung und eine Heraushebung aus der umgebenden zukünftigen Flächennutzung derart gefunden werden, dass die ehemalige Funktion nachvollziehbar bleibt.
•    Die Einflüsse der Bebauung auf das angrenzende Naturschutzgebiet „Alter Flugplatz Karlsruhe“ sind verträglich zu halten oder – falls in geringem Umfang unvermeidlich – zu kompensieren.
•    Da der Lärm- und Geruchsbelästigungen emittierende Produktionsbetrieb an der Erzbergerstraße nicht integriert werden kann, wird dessen Verlagerung gefordert.
•    Die Auswirkungen einer möglichen Nachverdichtung auf der Ostseite der Erzbergerstraße sind zu beachten.
•    Bei der Art der verkehrlichen Erschließung und der Vorsorge für den ruhenden Verkehr sind die unmittelbaren Auswirkungen auf die Stadtteile Nordstadt und Neureut (Erzbergerstraße, Kanalweg, Flughafenstraße, Klammweg, Am Wald) durch geeignete Maßnahmen möglichst gering zu halten.

Dieser Beitrag wurde unter Zukunft Nord veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.