Projektliste 2012 zu Verkehr und Infrastruktur

Stadtplanungsamt:
1) Neuordnung des Straßenraums in der Karl-Schrempp-Straße.
2) Neuordnung des Straßenraums in der Friedrich-Wolff-Straße.
3) Parkraumkonzept für das Quartier Moltkestraße, Franz-Lust-Straße, Südrand des Alten Flugplatzes, Lilienthalstraße und Westseite der südlichen Erzbergerstraße.
4) Fortführung des Gehwegs an der Lilienthalstraße bis zur Erzbergerstraße.
5) Verbindungswege zwischen der Tennesseeallee und der Rhode-Island-Allee zu den Straßenbahnhaltestellen in der Erzbergerstraße.
6) Fußgänger- und Radfahrerführung an der Einmündung der Ohiostraße in den Bocksdornweg.

Tiefbauamt:
1) Ausbau der Michiganstraße.
2) Ausbau der Radwege an der Willy-Brandt-Allee.
3) Barrierefreier Ausbau der Haltestelle „Am Kanalweg“ (stadtauswärts) der Linie 73.
4) Ausbau der Gehwege (vor allem vor den Hauszugängen), punktuelle Verbesserung der Straßenentwässerung sowie teilweise Um- oder Neumarkierung der Stellplätze in der Tennesseeallee.
5) Instandsetzung der Gehwege im Louisianaring.
6) Beleuchteter Geh- und Radweg zwischen Kanalweg Nr. 52 und Bocksdornweg/Ohiostraße.

Ordnungs- und Bürgeramt:
1) Ein- und Ausfahrt Hardtwaldzentrum.
2) Verkehrsberuhigung in der Stichstraße Kanalweg 44 – 60.
3) Stellplatz für Behinderte vor Kanalweg 52.

Gartenbauamt:
1) Sitzgelegenheiten an verschiedenen Stellen im Stadtteil.
2) Freihalten der platzartigen Erweiterungen in der Karl-Schrempp-Straße und in der Friedrich-Wolff-Straße von abgestellten Kraftfahrzeugen.

Eigentümer:
Barrierefreie Zugänge zu den Arztpraxen und zur Apotheke.

Hochschule Karlsruhe:
Parkraumkonzept für das Quartier Moltkestraße, Franz-Lust-Straße, Südrand des Alten Flugplatzes, Lilienthalstraße und Westseite der südlichen Erzbergerstraße.

Die Aufzählung ist nicht als Prioritätenliste zu verstehen!

Grundlagen: Begehung des Stadtteils mit Herrn Günter Fischer, Mitglied im Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Karlsruhe, am 26. Oktober 2011. Ortsbegehung zum Thema Verkehr/Parken in der Hardtwaldsiedlung mit Vertretern der CDU-Gemeinderatsfraktion und Städtischer Ämter, am 29. November 2011. Ortstermin zur Verkehrssicherheit im Kanalweg und in der Ohiostraße mit Vertreterinnen und Vertretern des Hardtwaldzentrums, der MiKa eG und Städtischer Ämter, am 8. März 2012. Anregungen und Beschwerden von Bewohnern, gesammelt vom Bürgerverein Nordstadt e.V.

Zusammengestellt und beschlossen auf der Sitzung des Koordinierungsrats am 13. März 2012.

Im Auftrag:
Dr. Lothar Dunker

Hinweise und Erläuterungen zur Projektliste 2012 des BV Nordstadt

Stadtplanungsamt
(Ansprechpartner: Herr Wagner, Frau Bronner)

Zu 1) Neuordnung des Straßenraums Karl-Schrempp-Straße und 2) Friedrich-Wolff-Straße.
Es wird keine Möglichkeit der Verbesserung des gegenwärtigen Ausbauzustands gesehen. Daher ist keine Umgestaltung geplant.

Zu 3)Parkraumkonzept
Das Ergebnis einer nächtlichen Begehung hat gezeigt, dass in der Summe genügend Stellplätze vorhanden sind, wenn auch nicht stets vor der Haustüre. Es wird auf die Hochschule Karlsruhe und die Baugenossenschaft Hardtwaldsiedlung verwiesen (siehe dort).

Zu 4)Fortführung des Gehwegs an der Lilienthalstraße bis zur Erzbergerstraße
Die örtliche Situation ist als sehr unbefriedigend erkannt. Dies soll mit hoher Priorität geändert werden. Erste Entwürfe liegen vor (Stand Dezember 2011). Zurzeit werden die Eigentumsverhältnisse bei den angrenzenden Grundstücken geprüft. Die zum Ensemble der unter Schutz stehenden ehemaligen Flughafengebäude gehörenden Torpfosten stellen zudem ein Problem dar.

Zu 5)Verbindungswege zwischen der Tennesseeallee und der Rhode-Island-Allee
Die Eigentumsverhältnisse und die Wegerechte werden geprüft.

Zu 6)Fußgänger- und Radfahrerführung an der Einmündung der Ohiostraße
Die Ohiostraße ist im Norden an die abknickende Vorfahrt des Bocksdornwegs angeschlossen. Hier mündet der auszubauende Geh- und Radweg vom Ende der Sackgasse des Kanalwegs (siehe Tiefbauamt, Ziffer 6)), so dass im Prinzip eine Kreuzung mit abknickender Vorfahrt entsteht. Zurzeit sind Überquerungsstellen durch abgesenkte Bordsteine angedeutet. Straßenüberquerungen an dieser Stelle sind gefährlich. Als Sofortmaßnahme wird im Einmündungsbereich der Ohiostraße ein Haltverbot angeordnet (Ordnungsamt). Die verkehrsplanerische Überarbeitung der Örtlichkeit wird zugesagt.

Tiefbauamt
(Ansprechpartner: Herr Schaber, Herr Schöning (zu 3)), Herr Enderlin (zu 4) und 5)), Frau Puschmann (zu 6)).

Zu 1) Ausbau der Michiganstraße
Veranlasst von der Fächerresidenz findet 2012 an deren Grundstücksgrenze ein Teilausbau statt. Die Mittel für den Restausbau sollen für den Doppelhaushalt 2013/2014 beantragt werden.

Zu 2) Ausbau der Radwege an der Willy-Brandt-Allee
Die Radwegverbreiterung stadteinwärts zwischen Kanalweg und Adenauerring ist zurzeit (März 2012) im Bau. Vorgesehen ist der weitere Ausbau zwischen Adenauerring und Willy-Andreas-Allee. Baubeginn voraussichtlich Mai 2012.

Zu 3) Barrierefreier Ausbau der Haltestelle „Am Kanalweg“
Die Haltestellen „Schützenhaus“, „Am Kanalweg“ (stadteinwärts) und „Weißes Haus“ der Buslinie 73 sind in den letzten Jahren umgestaltet worden. Der barrierefreie Ausbau der Haltestelle „Am Kanalweg“ (stadtauswärts) fehlt bislang. Diese Haltestelle ist jedoch für die Mitarbeiter (darunter Rollstuhlfahrer) und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesene Besucher des Hardtwaldzentrums, Kanalweg 40/42, von besonderer Bedeutung. Das ehemalige Kasernengebäude der heutigen Paritätischen Sozialdienste Karlsruhe und der Praxisgemeinschaft für Rehabilitation ist rollstuhlgerecht modernisiert worden. Zu deren Klienten zählen: Tagespflegegäste, Schlaganfallpatienten, gehbehinderte Nutzer der Krankengymnastik und der geriatrischen Rehabilitation sowie Patienten und Besucher mit Kinderwagen.

Zu 4) und 5) Ausbau der Gehwege
Ergebnis der Begehung mit Herrn Enderlin, Leiter des Baubezirks West, am 6. März 2012:

Tennesseeallee: Es wird angestrebt, im Bereich der Bebauung die Gehwege Zug um Zug auf die erforderliche Breite zu bringen. Gefährliche Stellen werden kurzfristig saniert. Die Straßenentwässerung auf der Ostseite wird zeitnah verbessert, indem die Durchlässe an den Baumscheiben durchgängig gemacht werden. Des Weiteren wird beobachtet, ob an einzelnen Stellen Sinkkästen nachgerüstet werden sollten. Einzelne Straßenabschnitte mit verwirrender Parkstandmarkierung sollen nachgebessert werden. Breite Grundstücks- oder TG-Zufahrten bieten sich für eine bereichsweise Zusammenfassung von Parkständen an, wie dies teilweise von den Anwohnern bereits praktiziert wird. Nach der Ummarkierung können jeweils drei anstelle von zwei Fahrzeugen abgestellt werden.

Louisianaring: Die Gehwegreparatur wird in das entsprechende Programm aufgenommen.

Zu 6) Beleuchteter Geh- und Radweg
Der auszubauende Geh- und Radweg stellt die Verbindung dar zwischen der Bebauung am nördlichen Ende der Kanalweg-Stichstraße mit Stadtbibliothek, Kulturhaus, Gaststätte, Gemeindezentrum (Baptisten) und der Ohiostraße sowie der Haltestelle „Weißes Haus“ der Buslinie 73. Der Weg sollte zeitgleich mit dem nahe bevorstehenden Abschluss der Bauarbeiten auf den angrenzenden Grundstücken der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Besonders wegen der o. g. Nutzungen ist die Beleuchtung unabdingbar. Da die Planung abgeschlossen ist, könnte deren Umsetzung in die Wege geleitet werden.

Ordnungs- und Bürgeramt / Tiefbauamt Verkehrslenkung
(Ansprechpartner: Herr Cranz, Herr Ried / Herr Friedle)

Zu 1) Ein- und Ausfahrt Hardtwaldzentrum
Die Einfahrt zum Hardtwaldzentrum (Kanalweg 40/42) liegt östlich der Einmündung der Stichstraße zu den Gebäuden Kanalweg 44 bis 60. Sie ist nicht sehr auffällig und wird durch am Straßenrand parkende Fahrzeuge zusätzlich „versteckt“. Es wird zugesagt, ein Hinweisschild („Hardtwaldzentrum“, darunter die Hausnummer 40/42) gegenüber der Zufahrt anzubringen (Tiefbauamt Verkehrslenkung). Die Ausfahrt ist wegen der die Sicht behindernden Mauer (Denkmalschutz) in Blickrichtung Westen und wegen der parkenden Fahrzeuge (zeitweise Lkw!) sowohl für die Ausfahrenden wie besonders für die Fußgänger (Kinder) auf dem Gehweg gefährlich. Als Sofortmaßnahme wird das Parken auf dem anliegenden Parkstreifen durch Zusatzschild nur noch für Pkw gestattet (Ordnungsamt). Mittels interner Ansprache wird auf die kritische Situation hingewiesen.

Zu 2) Verkehrsberuhigung in der Stichstraße Kanalweg 44 – 60
Um auffälliger auf angemessene Geschwindigkeiten hinzuweisen (Kindergärten und Alteneinrichtungen im unmittelbaren Umfeld) und um Fehlfahrten besser zu vermeiden, werden die Verkehrszeichen „Zone T 30“ und „Sackgasse“ am Beginn der Stichstraße (Kanalweg 44 – 60) vom rechten an den linken Fahrbahnrand unmittelbar vor den Pfosten der früheren Kasernenzufahrt versetzt. Das abgefahrene T-30-Piktogramm wird durch ein etwa 10 m weiter nördlich aufgebrachtes ersetzt. Die Bordsteinabsenkungen vor den Treppenhäusern 1 und 2 des Hardtwaldzentrums werden mit einer Grenzmarkierung für Halt- und Parkverbote (Zickzacklinie) markiert. Durch alternierendes Parken am Straßenrand (ohne Markierung) könnte der Durchschusseffekt der relativ langen, geraden Sackgasse reduziert werden. Im Mittelteil der Stichstraße kreuzt zwischen den Gebäuden 46 und 48 (Ostseite) und 56 und 58 (Westseite) eine vor allem auch von Kindern gerne genutzte Fußwegverbindung zwischen dem Gartenweg hinter den Gebäuden und dem Wohngebiet Smiley West. An dieser Stelle könnte eine Einengung oder anderweitig kenntlich gemachte Überquerungshilfe für die Fußgänger, ggf. mit Wiederholung des T-30-Gebots auf der Fahrbahn, zur Verkehrsberuhigung und damit zur Verkehrssicherheit beitragen. Im Übrigen wird auf die Festsetzungen im Bebauungsplan vom 8. November 2002 verwiesen.

Zu 3) Stellplatz für Behinderte vor Kanalweg 52
Vor dem Gebäude Nr. 52 sollte auf  Wunsch einer stark gehbehinderten Mitarbeiterin ein vorhandener Stellplatz am Rampenfuß als Behinderten-Stellplatz gewidmet werden. Dies wird zugesagt (Ordnunsamt). Die Markierungen bei den Fahrradabstellplätzen vor dem Gebäude sollen erneuert werden (Tiefbauamt Verkehrslenkung).

Gartenbauamt
(Ansprechpartner: Herr Schubert)

Zu 1) Sitzgelegenheiten
Das Gartenbauamt  ist nicht zuständig für Sitzgelegenheiten im öffentlichen Straßenraum und an Haltestellen. Die Stadtteilplätze (Smiley-West und Franzosenwiese) sind mit Bänken ausgestattet. Vorschlag: Der Bürgerverein stellt unter Einbeziehung der FächerResidenz eine Liste mit gewünschten Standorten zusammen; das Gartenbauamt prüft auf Durchführbarkeit.
Sonderfall „Alter Flugplatz“.

Zu 2) Freihalten der platzartigen Erweiterungen
Das Gartenbauamt sieht keine Möglichkeit das illegale Parken zu verhindern. Mögliche Lösung: Anruf beim KOD (133-3366), um Verwarnungen ausstellen zu lassen.

Antwort der Stadt Karlsruhe vom 22. Juni

Eigentümer

Parkapotheke: Eine bauliche Lösung scheidet aus. Für eine Rampe fehlt die Entwicklungslänge, für einen Lift der geeignete Platz. Medikamente usw. werden heute herausgereicht oder geliefert. Eine Gegensprechanlage an einer der Begrenzungssäulen vor dem Treppenaufgang könnte die örtliche Kommunikation erleichtern.

Arztpraxen Rhode-Island-Allee 1: Eine Rampe mit max. 6% Neigung und 180 Grad-Wende wäre möglich, ebenso ein Hublift. Die Eigentümergemeinschaft Rhode-Island-Allee 1-11 müsste zustimmen und das Vorhaben finanzieren. Zuschüsse sind nicht zu erwarten.

Hochschule Karlsruhe
(Ansprechpartner: Prof. Hupfer)

In der Gustav-Binz-Straße gibt es ein erhebliches Parkproblem durch „Fremdparker“ (z.B. Angestellte, Patienten und Besucher der Herzklinik, Mitarbeiter und Besucher des benachbarten Behördenzentrums). Missstände beim Parken sowie beim Be- und Entladen sind auch in der Karl-Schrempp- und in der Friedrich-Wolff-Straße zu verzeichnen. Da von städtischer Seite (zeitnah) keine Abhilfe zugesagt werden kann, erscheint es zweckmäßig, zunächst für das gesamte Quartier zwischen Moltkestraße, Franz-Lust-Straße, Südrand des Alten Flugplatzes, Lilienthalstraße und Erzbergerstraße  ein Parkraumkonzept zu entwickeln und zu erproben. Erste Kontakte zur Fakultät für Architektur und Bauwesen der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft –  sind geknüpft. Das Thema könnte aufgegriffen werden für eine Semester- oder Abschlussarbeit im Lehrgebiet Verkehrswesen des Studiengangs Bauingenieurwesen. Eine mögliche Teil-Lösung könnte auch darin bestehen, dass die Baugenossenschaft Hardtwaldsiedlung an denkmalschutzrechtlich unbedenklichen Stellen Parkplätze baut und diese an private Interessenten verkauft (vgl. Volkswohnung in der Amerikanersiedlung).

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